Bevor ein Welpe bei Ihnen einzieht, sollten Sie sich ehrlich fragen, ob Sie bereit sind, Ihr Leben für viele Jahre mit einem Hund zu teilen.
Ein Labrador Retriever ist kein Dekostück, das man einfach wieder zur Seite stellt, wenn es anstrengend wird – er ist ein lebendiges Familienmitglied, das Verantwortung, Zeit und Herzblut fordert.
Machen Sie sich auch Gedanken, wie das Zusammenleben aussehen soll: Haben Sie Kinder? Wissen Sie, auf was es im Umgang zwischen Kind und Hund ankommt? Haben Sie sich überlegt, welche Rolle Ihr Hund in Ihrer Familie spielen soll?
Ein Labrador bringt Stärke, Herz, Temperament und Lebensfreude – und er verlangt, dass Sie mitziehen.
Er ist kein Schoßhund, auch wenn er die Nähe zu seinen Menschen liebt. Ein Labrador ist ein Hund, der etwas darstellt: robust, präsent, arbeitsfreudig und dabei voller Herz. Er möchte arbeiten, lernen und dazugehören.
Haben Sie sich damit auseinandergesetzt, dass ein Labrador – oder prinzipiell jeder Hund – nicht nur Freude bringt, sondern auch Arbeit bedeutet?
Arbeit, die manchmal gar nicht direkt mit dem Hund zu tun hat: frühmorgens rausgehen, egal ob Regen oder Sonnenschein, die ein oder andere Pipi-Pfütze im Welpenalter wegwischen, Haare wegsaugen, Schlammspuren wegputzen.
Und was erwarten Sie eigentlich von einem Züchter? Schauen Sie genau hin:
Zeigt er Ihnen die Mutterhündin? Dürfen Sie Dokumente, Gesundheitsnachweise und das Pedigree einsehen?
Erklärt er Ihnen das Wesen seiner Hündin und die Eigenschaften der Rasse – oder wirkt er eher wie ein „Massenproduzent“?
Gibt es eine Zuchtordnung, nach der er arbeitet? Wirkt er offen und bereit, Ihre Fragen ehrlich zu beantworten?
Natürlich gehören auch die finanziellen Mittel in die Überlegung: Anschaffen kann man einen Hund schnell – doch damit ist es nicht getan.
Es gibt laufende Kosten für Futter, Tierarzt, Versicherung, Training, Zubehör.
Wer sich einen Hund anschafft, sollte ihm gegenüber eine gewisse Solidarität zeigen – die Verantwortung endet nicht, wenn es unbequem wird.
Sollte es einmal zu ernsten Problemen kommen, bin ich immer der Ansprechpartner und lasse die Familie nicht alleine im Regen stehen.
Und seien wir ehrlich: Die süße Welpenzeit ist nur ein Bruchteil der gemeinsamen Jahre.
Natürlich ist es wunderschön, voller Stolz und Freude dieses kleine, tapsige Wesen im Haus zu haben. Doch die weitaus längere Zeit verbringen Sie mit einem erwachsenen Hund, der klare Führung, Konsequenz, Beschäftigung und Liebe braucht. Genau darauf sollten Sie vorbereitet sein.
Und damit Sie bei all diesen ernsten Fragen trotzdem ein Lächeln bewahren:
Ja, es wird Tage geben, an denen Ihr Labrador mit größtem Ernst einen Ast ins Haus schleppt, der eigentlich ein halber Baum ist – einfach, weil gerade wieder die Glitzerknete im Kopf gezündet hat.
Es gibt noch viele weitere Dinge zu bedenken – aber für den Anfang soll das ein kleiner Überblick sein. In die Tiefe gehen wir gemeinsam, denn genau dafür bin ich als Züchterin da.
Ehrlichkeit, Direktheit und Authentizität sind für mich keine leeren Worte, sondern ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Diese Vorarbeit gehört für mich genauso dazu wie die Aufzucht selbst – und dafür stehe ich mit meinem Zuchtnamen ein.